Veröffentlicht inHistorisches, Wissenswertes

„Warum stinkt es nicht?“: So verblüffte Azteken-Stadt Eroberer

Im 16. Jahrhundert lebten über 150.000 Menschen in der Azteken-Metropole Tenochtitlan, aber Reisende aus Spanien wunderten sich darüber, wie angenehm die Stadt roch

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Heute ist es schwer vorstellbar, wie die Menschen vor Hunderten von Jahren lebten. Wir wissen zwar vieles über die großen Städte Europas, aber kaum etwas über die Metropolen in anderen, weit entfernten Ecken der Welt.

Doch auf der anderen Seite des Atlantiks gab es blühende Zivilisationen, komplett mit Großstädten. Die sagenhafte Stadt Tenochtitlan war vom 14. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts die Hauptstadt des Reiches der Azteken, bis sie durch die spanischen Eroberer zerstört wurde.

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Tenochtitlan lag auf mehreren Inseln im Texcoco-See, hoch oben in 2.240 Metern Höhe, im heutigen Mexiko. Die Stadt wurde wahrscheinlich zwischen 1320 und 1350 gegründet und entwickelte sich bis zum 16. Jahrhundert zu einer der größten Städte der damaligen Welt.

Eine belebte Großstadt

150.000 bis 200.000 Menschen lebten damals in Tenochtitlan. Zum Vergleich: In Europa kam zu jener Zeit nur Paris mit etwa 185.000 Einwohnern auf eine solch große Einwohnerzahl.

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Doch das Paris jener früheren Zeit unterschied sich vor allem in einem von der französischen Hauptstadt, die wir heute kennen: im Geruch. Das Paris des 16. Jahrhunderts roch durchdringend nach dem Unrat den Tausende von Menschen jeden Tag hinterließen. Urin und Fäkalien landeten ebenso auf der Straße wie Schlachtabfälle.

Geniale Architektur

Als der Spanier Hernán Cortés im Jahr 1519 als Gast des aztekischen Kaisers Moctezuma II. Tenochtitlan besuchte, merkte er eines sofort: Die Stadt war viel sauberer als europäische Großstädte und es fehlte der damals typische, durchdringende Gestank einer Großstadt.

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Tenochtitlan war von zahlreichen Kanälen durchzogen. Mehrere Aquädukte versorgten die Stadt mit frischem Wasser. Die Straßen wurden jeden Tag von einer eigenen Straßenreinigung gesäubert.

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Im Zentrum der Stadt befand sich ein luxuriöses Dampfbad mit einem fünf mal drei Meter großen Wasserbecken, denn Körperhygiene war den Azteken sehr wichtig.

Zerstörte Geschichtsschätze

Doch all diese Errungenschaften wurden vernichtet, als spanische Eroberer unter Hernán Cortés 1521 die Stadt in Trümmer legten. Cortés ließ die Frischwasserkanäle mit dem Schutt der zerstörten Häuser zuschütten. Anstelle der alten Gebäude wurden neue Häuser auf den Ruinen gebaut.

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Im Jahr 1535 wurde Tenochtitlan zur Hauptstadt des spanischen Vizekönigreichs ausgerufen. Heute kennt man es als Mexiko-Stadt. Noch immer werden Eindrücke der vergangenen Metropole aus den Trümmern rekonstruiert.

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Wer weiß, wie eine Stadt, die bereits im 16. Jahrhundert über eine Straßenreinigung und eine eigene Frischwasserversorgung verfügte, heute aussehen könnte? Schade, dass wir es nie erfahren werden.

Quelle: welt
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