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Tiere

Seehund rettet Bootsfahrer vor dem Ertrinken

Wenn man einen Bootsausflug macht, heißt es, sollte man mindestens zu zweit sein. Denn ein Missgeschick ist schnell passiert und wenn man erst einmal vom Boot ins Wasser gefallen ist, fällt es schwer, wieder zurück an Bord zu klettern.


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Wenn man dabei auch noch weit vom Ufer entfernt ist, kann die Situation schnell lebensgefährlich werden. Alleine im kalten Wasser, ohne Hilfe in Rufweite – das ist eine verzweifelte Lage.

Im Santa Barbara-Kanal, vor der Küste des US-amerikanischen Bundesstaats Kalifornien, geriet ein Bootsfahrer namens Scott Thompson in genau diese Notlage.

Scott war in seinem Motorboot auf einer nächtlichen Tour unterwegs, als er das Pech hatte, über Bord zu fallen. Er befand sich mehrere Kilometer vor der Küste, das Ufer war unerreichbar.

After release, Tucker swims in the open ocean
Symbolbild

Als er ins Wasser gefallen war, war sein Motorboot ohne ihn weitergefahren

„Ich dachte, das war es jetzt. Ich dachte, jetzt werde ich sterben“, erzählt Scott heute. Seine einzige Hoffnung war eine Ölbohrinsel, die näher war als das Ufer. Er begann, um sein Leben zu schwimmen.

BHP-Shenzi deepwater offshore production platform
Symbolbild

Nach fünf langen Stunden im kalten Wasser war er jedoch am Ende seiner Kräfte: „Ich war verzweifelt. Ich dachte an meine Kinder, daran, wie sie ohne mich aufwachsen würden. Dann hörte ich dieses Platschen.“

Das Platschen kam von einem Seehund. Das Tier war von Scott unbemerkt an ihn herangeschwommen. Der Seehund tauchte unter und schubste Scott von unten zurück an die Wasseroberfläche.

Seal
Symbolbild

Scott fühlte, wie er wieder und wieder von dem Seehund an die Wasseroberfläche geschoben wurde. Wie ein freundlicher Hund stupste er den Menschen immer weiter an. Scott nahm seine letzte Kraft zusammen und schwamm weiter.

Langsam dämmerte der Morgen und es wurde heller. Auf der Ölbohrinsel hörten die Arbeiter plötzlich jemanden rufen. Sie schauten aufs Meer uns sahen Scott, der weinend und rufend versuchte, die letzte verbliebene Strecke bis zur Plattform zu schwimmen.

Sie fischten den völlig erschöpften Mann aus dem Wasser und riefen die Küstenwache zu Hilfe.

Scott wurde mit einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht und dort wegen Unterkühlung behandelt.

„Der Seehund hat mein Leben gerettet“, sagt Scott voller Überzeugung.

Von Delfinen ist bereits bekannt, dass sie Menschen vor dem Ertrinken gerettet haben. Aber sie sind wohl nicht die einzigen Meeressäuger, die Zweibeinern in Not helfen. Scott und seine Familie werden dem Seehund auf ewig dankbar sein.

Quelle: dailymail

Vorschaubild: ©Facebook/The Cenla Report

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